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schuhplus – „Rabatte mit Sinn und Verstand“

Vom 29.05.2017 in Aktuelles

(SP/GM) Jeder möchte sparen und kennt das legitime Glücksgefühl, ein Schnäppchen machen zu wollen. Doch die Fragestellung ist vielmehr, wo der Rabatt aufhört und damit die Unglaubwürdigkeit anfängt. „Auch wir bei schuhplus offerieren klassisch zum Ende der Saison eine wohl dosierte Rabattierung der Ware, stets aber nur als Mittel zum Zweck. Jeder Händler, der mit einer Rabattschlacht übereifrig wettert, muss sich die Frage nach seiner eigenen nachhaltigen Wertigkeit stellen – eine Rechnung mit illusorischer Perspektive, die nicht aufgeht, wenn Rabatt-Ware regelmäßig zu 60, 70 oder 80 Prozent angeboten wird“, erklärt schuhplus-Geschäftsführer Kay Zimmer, der sich mit seinem 2002 gegründeten Unternehmen auf Damenschuhe in Übergrößen sowie Herrenschuhe in Übergrößen spezialisiert hat. Dies unterwerte das Unternehmen, gefährde Arbeitsplätze und verschaffe eine Unglaubwürdigkeit, die kaufmännisch darüberhinaus den Untergang bedeute, denn es gelte: „Rabatte mit Sinn und Verstand“.

Kay Zimmer, Gründer von schuhplus - Schuhe in Übergrößen

Der fieberhafte Umgang mit Rabatten, um die eigenen Umsätze anzukurbeln, ist ein Spiel mit dem Feuer, gleichzeitig ein Teufelskreis. „Wer sich dem kaufmännisch nicht zu legitimierenden Rabattwahn exorbitant hingibt, hat primär die kurzweilige Liquidität vor Augen und bedenkt nicht, dass damit dezidiert auch der hauseigene Markenwert schrumpft: Wenn der einstige Einkaufspreis zum gefühlten Verkaufspreis avanciert, löst dies im Kundenbewusstsein eine gedankliche Interaktion aus; die ehemals unverbindliche Preisempfehlung karikiert zur Lachnummer und signalisiert unterschwellig, der Schuhhandel verfüge über mehrere hundert Prozent Marge“, so Zimmer. Auch schuhplus als spezialisierter Fachhandel für Schuhe in Übergrößen nutzt Rabatte zur Kundenbindung und Förderung eines „Glücksgefühls“, allerdings wird eine tiefgreifende Reduzierungen ausschließlich bei Restware aus vergangenen mehreren Saisons realisiert. „Der Schuhfachhandel braucht schlichtweg Rückgrat und darf dabei den Kundendialog nicht scheuen. Wer offen, kritisch und ehrlich erklärt, dass man als Unternehmen Handelswertigkeiten wie Produktauswahl, Service, Qualität und personelle Kompetenz zum Kundenwohl auch in Zukunft bieten möchte und eine faire Refinanzierung benötigt, erfährt auch das Verständnis der Kundschaft – und dies trägt unserer Erfahrung nach verstärkt zur nachhaltigen Kundenbindung bei“, so der 42-jährige Unternehmer aus dem niedersächsischen Dörverden bei Bremen.